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Willkommen auf der Seite für Geschichten. 

Hier gibt es entweder mal kleine Kurzgeschichten, auch mal für Kinder oder aber auch ein Auszug aus einer längeren Version.

Bitte beachten Sie folgendes:
Ich bin damit einverstanden, dass Sie meine Geschichten für jegliche Präsenz im Internet unter folgender Voraussetzung verwenden dürfen: Versehen Sie die Geschichte mit meinem Namen (I. Cornelia Schoeneberg) und setzen einen Link dazu, der auf meine Seite führt. Für die Nutzung zu privaten und nichtgewerblichen Zwecken erlaube ich auch die Verwendung außerhalb des Internets. Jedoch auch hier ausschließlich unter Hinzufügung meines Namens.  Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Verwendung nur in unveränderter Form, also nur im Original, erfolgen darf. Aus urheberrechtlichen Gründen ist dies eine Regelung, die Sie sicher verstehen werden.


Armer Ritter

Dieter hatte mal wieder sehr viel zu tun in seinem Café. Alle Tische waren belegt, eine Kellnerin war krank und die Aushilfskraft hatte auch alle Hände voll zu tun, da sie sich mit den Gegebenheiten noch nicht so auskannte. Die Tür ging auf und es spazierte eine ältere Dame herein, ausgerüstet mit einem Spazierstock, einem Pudel namens Viktoria (wie sich später herausstellte) und einem Begleiter, der ein wenig gekünstelt und Nase rümpfend in die Runde schaute. Die Frau jedoch ging geradewegs auf den letzten freien Tisch im Café zu, drückte dem Begleiter ihren Mantel in den Arm und sagte mit ermahnenden Worten: Henry, bitte schauen Sie nicht so. Es gefällt mir hier nur deshalb so gut, weil es hier die besten "Armen Ritter" in der ganzen Stadt gibt." Henry entschuldigte sich bei der Lady und setzte nun tatsächlich ein Lächeln auf. Dies beobachtete Dieter, konnte sich jedoch momentan von einem Kunden, der auf ihn einsprach, nicht loseisen.

Die Aushilfskraft, sie heißt übrigens Gina, ging auf den Tisch zu, um die Bestellung der Gäste aufzunehmen. "Einen schönen guten Tag wünsche ich. Was darf ich den Herrschaften bringen?" Frau von Schultenbach bestellte für Henry ein Wasser und für sich ein Kännchen Kaffee und einmal den "Armen Ritter".  Gina fragte erstaunt: "Was bitte darf ich Ihnen bringen?" Ich habe einen "Armen Ritter" auf der Speisekarte noch nicht gesehen." Frau von Schultenbach musste lächeln und erklärte der jungen Dame, dass es sich hierbei auch nicht um ein Gericht handeln würde, was unbedingt auf eine Speisekarte gehört, doch wäre es eine Köstlichkeit, die seinesgleichen suchen müsse.

Verwirrt ging Gina zum Tresen und gab Dieter den Bestellschein. Worauf dieser gleich in die Küche ging und persönlich die Bestellung weiter leitete. Arme Ritter, diese Speise aus trockenen Brötchen und Milch sowie Zucker und Eiern als Hauptzutaten, stammte nämlich aus der Kriegszeit. Und Dieter hatte diese Zeiten schließlich auch mitgemacht. Und gerne servierte er dieser netten Dame etwas, was sie, trotz der Schwere der Jahre, an wunderschöne Zeiten erinnerte.

Frau von Schultenbach jedenfalls fand es wunderbar, dass es in diesem Café diese Speise gab und kehrte immer wieder gern hierher zurück.

Kennen Sie "Arme Ritter"?

Wenn nicht, klicken Sie einfach auf diesen Link:
Info - Arme Ritter

und Sie erfahren mehr darüber.



Auch hier freue ich mich über Ihre Kritik, Ihre Meinung oder aber auch über neue Ideen.

Ein Eintrag im Gästebuch ist ebenso gern gesehen wie auch eine Mitteilung über das Kontaktformular.

Ich freue mich auf Ihren Besuch.


                                                       
Peter's Abenteuer (1)

Eine Fortsetzungsgeschichte von Conny S.
 
Peter war ein Junge von 11 Jahren. Und wie Jungen in dem Alter so sind: Er liebte Abenteuer. Und die wurden dann durch sein Spielzeug für ihn reale Wirklichkeit. Eines Tages spielte er so mit seinen wilden Cowboys, den Pferden und den Indianern, als seine Mutter in sein Zimmer kam und sagte: „Du Peter, ich muss schnell mal zur Nachbarin. Ich nähe ihr doch ein neues Kleid und nun muss ich doch noch mal Maß nehmen. Möchtest Du mit hinüber kommen oder bleibst Du solange hier?“ Peter schaute seine aufgebaute Szene an und sagte gelangweilt: „Ach nö, ich bleibe solange hier. Weiß ja, wo Du bist. Bis gleich“ und spielte in Ruhe weiter. Die Mutter verließ das Zimmer und ging zur Nachbarin.

Währenddessen holte Peter sich noch einen Roboter zu seinen Cowboys und Indianern. Warum sollte der nicht auch mitspielen dürfen? Peter war heute erstaunlich müde und er hatte sich auf dem Boden lang gemacht. Es dauerte also gar nicht lange und er war auf dem Fußboden eingeschlafen.

Er träumte einen schönen Traum, denn plötzlich stieß ihn jemand an und fragte: Hey, Peter, darf ich denn nun mitspielen?“ Peter hielt das ganze natürlich für Realität und sagte erschrocken zu dem Roboter, der neben ihm stand: „Du hast mich ja erschreckt, wieso kannst Du sprechen? Du bist doch ein Spielzeug.“ Der Roboter erklärte, dass es nur ganz wenige Kinder auf der Welt gäbe, die mit ihrem Spielzeug auch reden könnten, sie überhaupt verstehen würden. Peter stand auf und ging zu seinem Lieblings-Teddybären. „Hallo Teddy, kannst Du auch sprechen?“ Der Teddy hatte wohl geschlafen, gähnte laut und sagte zu Peter: „Natürlich, was dachtest Du denn? Ich bin froh, dass es heute mal klappt und wir uns unterhalten können. Ist nämlich immer reichlich doof, wenn Du nur mit mir sprichst und ich komme gar nicht zu Wort.“

Peter hatte sein Abenteuerspiel ganz vergessen. Er wollte sich jetzt nur noch mit seinen ganzen Figuren unterhalten. Er holte seinen Supermann heraus, der ihn auch gleich mit einem „Hallo“ begrüßte. Und da hinten lag ja auch der Vampir, ein ziemlich großes Teil. Er war schon leicht verstaubt. Doch das machte ihm nichts aus. Er schüttelte sich einmal kurz und sprach Peter an. „Na Peter, wollen wir einen Ausflug machen? Du weißt doch, dass wir Vampire fliegen können. Ich verwandele mich dann schnell mal in eine Fledermaus und nehme Dich einfach mit. Na los, worauf wartest Du noch?“
 
Peter zögerte. Was würde die Mutter sagen, wenn er nicht zu Hause wäre? Ach egal, musste ja nicht für lange sein. Aus dem Vampir wurde eine Fledermaus und Peter öffnete das Fenster. Auf dem Rücken der Fledermaus flogen beide aus dem Zimmer. Weit über den Garten hinaus auf die Stadt zu und ließen diese dann hinter sich. Ach, war das ein wunderbares Gefühl. Gleich morgen wollte er das in der Schule erzählen....
 
Wie es weiter geht? Ja, das erfahrt ihr beim nächsten Mal. Denn Peter wird noch so einiges erleben. Aber, psst, das wird jetzt noch nicht verraten.
 
 
                                                                

Geisterhaus, dunkel, Blitz, Donner

Peter's Abenteuer (2)
 
Ach, war das ein herrliches Gefühl. So weit oben durch die Lüfte fliegen, alles von oben zu sehen. Leider war es ja schon dunkel draußen. Sonst hätte Peter ja vielleicht auch Leute erkennen können. Sein Vampir, jetzt also die Fledermaus, sagte keinen Ton. So langsam wurde es Peter schon ein bisschen unheimlich. Wohin flogen sie? Und wie lange würden sie fortbleiben? Doch es dauerte gar nicht lange, da landete die Fledermaus auf einem großen Platz hinter der Stadt. Peter stieg ab und sah vor sich ein riesengroßes Schloss. Oben hatte es ganz viele Türme und drum herum standen noch etliche andere Häuser. Wahrscheinlich vom „Gesinde“, wie Peter mal in einer Geschichte gelesen hatte.

Die Fledermaus hatte sich nun wieder in den Vampir verwandelt und gemeinsam schritten sie langsam auf die große Eingangstür zu. Der Vampir sagte zu Peter: "Na, das ist ja wohl ein tolles Schloss, oder? Wollen wir mal hinein gehen?" Peters's Abenteuerlust ließ keine andere Antwort, als "oh ja" zu. Die Tür knarrte und als sie in der großen Halle standen, kam ihnen schon der Schlossherr entgegen. Er hatte einen weiten, wallenden Mantel an und sah etwas finster aus. Schon begrüßte er die Besucher mit einem "Hallo, herzlich willkommen auf Schloss Königshausen." und zeigte Peter und dem Vampir an, ihm zu folgen. Der Schlossherr führte sie in einen großen Saal, in dem der Tisch reichlich gedeckt war. "Bitte, nehmt Platz und seid meine Gäste. Bedient Euch an der reichlichen Tafel und lasst es Euch schmecken." Beide setzten sich und fingen an, zu essen. Peter nahm auch einen großen Schluck von dem leckeren Apfelsaft und dann noch einen Nachschlag von dem herrlichen Pudding.

In dem Moment ging die Tür auf und es schritt eine wunderschön gekleidete ältere Frau in den Speisesaal. Mit einem kurzen Gruß ließ sie sich ebenfalls an der Tafel nieder und bediente sich mit großem Appetit. Peter schaute sich die Frau genauer an. Sie hatte einen mächtig gewaltigen Hut auf ihrem Kopf. Eine große Feder machte dieses Ding noch größer. Sie wippte bei jeder Bewegung lustig hin und her. Peter musste lachen und das bemerkte die Frau schließlich und sprach Peter an. "Bist Du denn schon satt, mein Junge? Bedien dich, es ist genug von allem da." Peter bedankte sich und sagte, dass er nun satt sei. Die Frau nickte verstehend, stand auf und ging zu Peter hinüber. "Komm, Peter, ich zeige dir mal das ganze Schloss." Er folgte ihr und sie gelangten in einen großen Raum mit unendlich vielen Büchern.

Doch das wäre ja nichts Ungewöhnliches gewesen. Vor den Regalen standen Tiere und lasen in den Büchern. Peter rieb sich die Augen. Das konnte er nun gar nicht glauben. Tiere konnten doch nicht lesen! Ein großer Elch z.B. blätterte mit seinen Pfoten in einem ganz dicken Buch.
 
...ja, und wie es nun weitergeht? Das erfahrt Ihr beim nächsten Mal. Bis bald. Eure Conny - 11.01.2009
                                                               

Buch, ständig umgeblättert

Peters Abenteuer (3)

Ja, und der Elch hatte sogar eine Brille auf. Nein sowas. Peter näherte sich ihm vorsichtig, doch der ließ sich beim Lesen nicht stören. Einmal kurz räusperte sich der Elch und Peter sprang erschrocken zur Seite. Doch nichts geschah. Als Peter sich nun weiter umsah, lag aufgeschlagen auf dem Boden ein ganz dickes Buch. Es bewegte sich darin etwas und als er näher heranging, sah er kleine Menschen und Tiere, wie sie auf der aufgeschlagenen Seite hin und her liefen, mal aus dem Buch heraus kletterten und wieder hinein gingen. Hier war irgendwie alles anders. Als er davorstand, stemmte sich ein junger Mann, der jedoch nicht größer als z.B. eine Banane war, die Hände in die Hüften und sprach Peter an. "Hey, was glotzt Du denn so? Hast Du denn noch nie Leute aus einem Märchenbuch gesehen?" Peter fing an zu stottern. "Doch, doch, aaaaber nicht so kleine. Wohnt Ihr dort in dem Buch?" Ein schallendes Gelächter war die Antwort. Und der junge Mann lief zurück zum Buch, kletterte in das Bild mit dem Marktplatz einer Stadt halb hinein und rief Peter zu: "Na, glaubst Du, wenn ich so groß oder größer wäre, als Du, würde ich hier hinein passen? Aber, wenn Du möchtest, kannst Du uns gern mal besuchen."

Peter schaute ihn erstaunt an. Wie sollte das denn nun funktionieren? Und als ob der junge Mann Peter's Gedanken erraten hätte, sagte er: "Setze einfach einen Fuß hier auf das Buch. Dann wird automatisch Deine Körpergröße angepasst und Du kannst Dich hier in aller Ruhe umsehen. Hier gibt es auch einen riesengroßen Spielplatz, eine Burg und jede Menge andere Kinder, die sich über Besuch immer freuen. Na los, komm schon. Du wirst schon Deinen Spaß haben."

Peter war sich noch nicht sicher, ob er es wagen sollte. Als er sich umschaute, war die Frau mit dem großen Hut auch nicht mehr zu sehen. Und überhaupt, wo war eigentlich sein Begleiter, der Vampir bzw. die Fledermaus? Er schritt langsam auf das Buch zu und setzte einen Fuß darauf. Und dann........

Beim nächsten Mal geht es weiter. Ist doch immer so, wenn es spannend wird, oder? Bis bald.
Eure Conny - 08.02.2009




Peters Abenteuer (4)

Als Peter mit seinem Fuß auf das riesengroße Buch trat, hatte er plötzlich das Gefühl, ganz tief zu fallen. Es nahm kein Ende und er fing an zu schreien. Doch so schnell, wie es angefangen hatte, hörte es auch wieder auf. Er stand vor einem kleinen Häuschen mitten im Wald und hörte eine Frauenstimme, wie sie sprach: "Ja, wer kommt denn da? Ist das nicht der Peter"? Erstaunt, dass jemand ihn hier kennt, ging er langsam auf das Haus zu und traute seinen Augen nicht. Es war das Haus aus dem Märchen "Hänsel und Gretel". Ja, sicher, es sah genauso aus, wie es in dem schönen Märchenbuch, dass ihm sein Opa mal geschenkt hatte,  beschrieben war. Über und über mit Lebkuchen war das Haus an den Wänden beklebt. Doch gleichzeitig war Peter auch erschrocken. Wenn dies das Haus aus dem Märchen war, so durfte er auf keinen Fall weitergehen. Nein, dachte er, hier muss ich ganz schnell verschwinden. Denn die Frau, die dort wohnte, war schließlich eine Hexe und ihm auf keinen Fall gut gesonnen.

Er machte auf dem Absatz kehrt und lief, so schnell er konnte, durch den Wald. Natürlich wusste er auch nicht, wo er sich schließlich befand. Und nach einer Weile, als er schon ganz aus der Puste geraten war, blieb er stehen und schaute sich um. Ein Mädchen stand vor ihm. Es hielt einen Korb in der Hand und hatte ein rotes Käppchen auf seinem Haar. Nein, das konnte er gar nicht glauben. War dies etwa "Rotkäppchen" aus dem Märchen mit dem bösen Wolf. "Guten Tag, Peter" sagte das Mädchen in dem Moment auch schon zu ihm. "Willst Du mit mir kommen? Ich will gerade zu meiner Oma, um sie zu besuchen. Habe auch leckeren Kuchen von meiner Mutter in meinem Korb. Doch Peter lehnte dankend ab, verabschiedete sich und ging weiter durch den Wald. Er kam an eine Burg, die ihn mächtig interessierte. Rundherum war ein großer Graben und eine Brücke führte zum Eingangstor, dass gerade eben herunter gelassen wurde. Ritter auf ihren Pferden überquerten die Brücke. Auch Pferdewagen fuhren hinüber. Und Peter schritt langsam auch zum Tor hinein und kam in eine kleine Stadt. Ein Markt war da und ganz viele Händler und Leute, die mit ihnen diskutierten. Keiner achtete auf ihn.

Peter sah sich die Stände an und merkte, dass er langsam Hunger bekam. Da drüben war ein Stand, an dem der Händler Essen zum probieren anbot. Peter nahm sich ein Stück von dem köstlich belegten Brot und dann noch eins. Der Mann sah dies wohl und sprach Peter an. "Na, mein Junge, hast wohl Hunger, oder?" Peter nickte nur. Und der Mann nahm noch ein Stück Brot und reichte es Peter. Schließlich drückte er ihm noch einen Becher mit köstlichem Saft in die Hand und sagte: "Nimm nur, es ist genug da. Und schließlich soll keiner Hunger leiden." Peter, nun richtig zufrieden kauend, stand vor der Marktbude und hatte gar nicht mitbekommen, dass plötzlich alle anderen Stände nicht mehr da waren. Er hatte sich umgedreht und als er sich zurück drehte, war auch er Händler mitsamt seinem Stand nicht mehr da. Einfach verschwunden. Es war alles leer. Peter hatte noch den Becher in der Hand, das Brot war nun alle. Doch er stand tatsächlich auf einem menschenleeren Platz. Was war denn das nun wieder?

Tja, wie es nun weitergeht? Ihr wisst ja, beim nächsten Mal mehr.
Bis zum nächsten Mal. Eure Conny -  27.02.2009




Peters Abenteuer (5)

Tja, wie Peter da nun so alleine stand, staunte er noch mehr. Denn er befand sich auch nicht mehr in der Burg. Auch diese war verschwunden. Ein plötzliches Rauschen in der Luft erschreckte ihn. Er sah hoch und über ihm flog etwas gigantisches, riesiges. Ein Drache, nein, Peter fing an zu laufen. Denn er hatte nun Angst, Angst vor diesem großen Biest, wie er es innerlich nannte. Doch sein Laufen half ihm auch nichts. Er wurde am Kragen gepackt und befand sich plötzlich in der Luft. Peter schrie aus Leibeskräften, doch wer sollte ihn hier schon hören?

Eine kleine Weile flogen sie so durch die Luft, bis Peter nach einer eher unsanften Landung wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Der Drache schaute ihn an, aber nicht von oben, nein, er hatte seinen Kopf hinunter zu Peter gebeugt und sie schauten sich von Angesicht zu Angesicht an. Puh, dachte Peter, wenn der einmal das Maul aufmacht, dann bin ich weg. Doch der Drache war freundlich und stellte sich erst einmal vor. "Ich heiße Sam und wer bist Du?" Peter schluckte und sagte: "Ich bin der Peter. Du hast mich ganz schön durchgeschüttelt bei Deiner Landung, weißt Du das?" Der Drache fing an zu lachen, lauthals schüttelte er sich vor lachen. "Nein, Du bist also der Peter und unheimlich mutig bist Du auch. Hast Du denn keine Angst vor mir? Ich kenne kaum jemanden, dem es nicht so ergeht." Peter schüttelte nur den Kopf. Was bildete dieser Großkopf sich eigentlich ein? Hätte er Peter fressen wollen, hätte er dies schon längst getan. So wurde unser kleiner Held jedoch mutig. "Warum hast Du mich dort weggerissen, reichlich unsanft sogar?" "Na ganz einfach" antwortete der Drache. "Weil dort nun gerade ein neues Märchen entsteht. Alles wird vorbereitet und da bist Du eh nur im Weg. Was hast Du denn nun vor oder wo willst Du hin?" Peter überlegte. Ja, eigentlich wollte er ganz gern nach Hause, doch was er hier erlebte, war auch eine tolle Sache. "Wie wäre es, wenn Du mich auf Deinen Rücken nimmst und wir fliegen einfach mal so drauf los? Dann werde ich schon sehen, wo ich hinmöchte." Der Drache nickte, senkte sich nach unten und Peter kletterte auf die große Rückenfläche. "Du musst Dich schon festhalten, sonst fällst Du herunter. Am besten ist es am Hals, da kannst Du ruhig in meine Falten greifen und hast sicheren Halt."

Gesagt, getan und schon ging es los. Hui, war das hier windig oben. Aber erst einmal flog der Drache mit ihm ganz, ganz weit nach oben. Sie ließen die Wolkendecke unter sich und ein strahlend blauer Himmel zeigte sich von seiner besten Seite. Habt ihr schon mal etwas von einem Sturzflug gehört? Dies vollzog der Drache gerade. Bei Peter drehte sich alles im Magen herum. Angst machte sich breit und ihm wurde ganz schwindelig.

Ups, was soll das denn nun werden? Weiter geht es beim nächsten Mal.
Liebe Grüße Eure Conny - 14.03.2009


                                            Drache, flackernd


Peter's Abenteuer (6)

Peter konnte so schnell gar nichts erkennen. Könnt Ihr Euch vorstellen, was die beiden für ein Tempo drauf hatten? Das einzige, was Peter mitbekam, war die Durchquerung einer Wolke, denn um ihn herum war sekundenlang nur alles weiß, richtig milchig. Doch das war ja wirklich nur ganz kurz. Und so urplötzlich, wie der Drache seine Geschwindigkeit beschleunigt hatte, wurde er auch langsamer.

Ganz seicht und sacht landeten sie auf einem Feld vor einem Wald. Der Drache musste doch lachen, als er in Peter's Gesicht schaute. Es war kreidebleich. "Na, hast Du Angst gehabt bei diesem Flug? Ich sehe es Dir an der Nasenspitze an." Peter fing an zu stottern. Er bekam kein richtiges Wort heraus. "Ganz ruhig" sprach der Drache. "Beruhige Dich erst einmal. Hast Du Hunger oder Durst? Da drüben ist ein Bauernhaus. Wir könnten einmal herüber gehen. Denn ich denke, vom Fliegen hast Du wohl erst einmal genug, oder?" Peter nickte nur und so marschierten die beiden nebeneinander hinüber zum Bauernhaus, klopften an und eine nette Dame öffnete ihnen die Tür. "Kommt herein. Sicher seid ihr hungrig und durstig. Geht nur durch. Der Tisch ist bereits für euch gedeckt." Peter dachte sich im stillen, dass dies nur das Schlaraffenland sein könnte. Wie konnte die Frau nur wissen, dass sie hier waren? Und warum hatte sie keine Angst vor Sam, dem großen Drachen?

Unser junger Held verspürte nun auch einen mächtigen Hunger und machte sich über die Speisen her. Einfach zu lecker, was da alles auf dem Tisch stand. Nachdem sie gesättigt waren, verabschiedete sich der Drache. Doch nicht, ohne Peter zu sagen, dass sie sich bestimmt noch einmal wiedersehen würden. Die Frau räumte den Tisch ab und Peter saß nun so ganz allein in der Stube. "Ach", dachte er sich, "ich werde mich einfach mal ein bisschen draußen umschauen. Hier ist es mir doch einfach zu langweilig."

Gesagt, getan. Doch draußen war nun auch nicht der Bär los. Es liefen ein paar Knechte mit Kühen und Schweinen über den Hof. Das war nun ganz bestimmt nicht aufregend. So lief Peter Richtung Wald und als er schon recht weit gelaufen war, hörte er plötzlich ein Flattern. Erschrocken drehte er sich um und vor ihm stand eine wunderschöne Fee. Sie hatte Flügel. Deshalb auch dieses Geräusch. "Hallo Peter" sprach sie mit lieblicher Stimme. "Wo ist denn Sam abgeblieben?"

Peter war wieder einmal verdutzt. Ja wusste denn hier jeder von jedem? "Sam musste fort. Warum, das weiß ich auch nicht. Sag, wer bist Du und wie heißt Du?" Das Wesen kam näher und erklärte: "Ich bin eine Fee und kann dir Wünsche erfüllen oder dir helfen. Tja, und wie ich heiße? Na, eigentlich ganz einfach: Ich heiße Fee."
 
Was mag die Fee denn nun für Peter tun? Und hat er überhaupt einen Wunsch? Das alles erfahrt Ihr natürlich beim nächsten Mal.
Es grüßt Euch Eure Conny - 28.04.2009


                               Fee mit Flügeln

Peters Abenteuer (7)

Peter überlegte, was er sich denn wünschen könnte. Da hatte er eine Idee. "Sag mal Fee, kannst Du mich auch nach Hause schicken? Also, ich möchte doch einfach mal schauen, ob meine Mutter nun schon wieder zu Hause ist und mich vermisst. Aber am besten wäre es natürlich, wenn Du mich genau in dem Moment nach Hause lässt, wo sie gerade das Haus verlässt. Dann wäre bestimmt alles in Ordnung. Denn ich möchte nicht, dass sie sich Sorgen macht". Die Fee lächelte Peter an und erklärte: "Na sicher, Dein Wunsch soll in Erfüllung gehen. Möchtest Du danach wieder hierher zurück kommen oder doch lieber zu Hause bleiben"?

Peter war sich nicht so ganz schlüssig. Sicher, Abenteuer gab es hier genug und es war ja auch richtig spannend. Doch er vermisste sein zu Hause schon sehr. Und deshalb fragte er die Fee, wie er sie denn erreichen könne, wenn er den Wunsch habe, hierher zurück zu kehren. Wieder lächelte die Fee und sprach zu Peter: "Wenn Du es wünschst, werde ich Dich Dein ganzes Leben begleiten. Rufe einfach laut "Fee" und schon bin ich da. Es ist ja nicht so, wie Du es immer in Märchen liest, dass nur drei Wünsche für Dich frei sind. Ich besitze die Macht, Dir zu helfen, wo immer Du es wünschst".

Und während sie sich so unterhielten, geschah etwas ungeheuerliches. Die Erde bebte, der Himmel wurde schwarz und es sah nach einem Unwetter aus. Doch irgendwie war alles anders. Die Erde tat sich auf und Peter fiel und fiel und fiel. Dies geschah natürlich mit einem lauten Schrei seinerseits. Und es schien kein Ende zu nehmen. Nach einer unendlich langen Zeit, wie es Peter jedenfalls vorkam, landete er reichlich unsanft auf dem Boden inmitten in einer riesengroßen Höhle. Die Fee konnte er nirgends entdecken und so stand er auf und lief leicht humpelnd, denn das Bein tat ihm weh, in die Richtung, aus der ein Lichtstrahl ihn traf.

Ein Feuer brannte und davor stand ein Riese von einem Mann und murmelte etwas vor sich hin. Peter blieb in Deckung. Schließlich kannte er den Mann nicht. Was er sah, ließ ihn doch erschrecken. Aus dem Feuer kam ein großes Gesicht und sprach in einer fremden Sprache zu dem Riesen vor ihn ein paar Worte und verschwand dann wieder. Der Riese hob die Arme und....verschwand einfach. Peter rieb sich die Augen. Hatte er geträumt? Doch plötzlich kam Leben in die Höhle. Undendlich viele Menschen stürmten hinein, redeten wild durcheinander und zeigten auf Peter. Ja, sie hatten ihn entdeckt!

Ups, was nun? Was hatten die Leute mit ihm vor? Und...kann die Fee ihm helfen, wenn es brenzlig wird? Mehr beim nächsten Mal.
Liebe Grüße von Eurer Conny - 27.05.2009



Peters Abenteuer (8)

Peter versuchte sich zu verstecken. Ihm wurde mulmig und Mut gehörte nicht unbedingt zu seinen Stärken. Nein, eigentlich war er eher feige. Wenn doch nur die Fee hier wäre. Laut rief er "Fee, Fee, wo bist Du? Helfe mir bitte."

An einem Schwirren in der Luft erkannte er, dass sie in der Nähe sein musste und im gleichen Moment ließ sie sich neben ihm nieder. Doch halt, das war nicht seine Fee. Doch egal, Hauptsache, sie half ihm. Sie sprach ihn an: "Peter, Du hast mich gerufen? Ich helfe Dir gern. Halte Dich einfach an mir fest, dann sind wir beide aus diesem Wirrwarr auch gleich verschwunden."

Gesagt, getan. Peter hielt sich fest und sie flogen beide in eine ihm unbekannte Richtung und nach einer Weile waren sie aus der Höhle heraus. Die Fee landete sicher auf einer weit entlegenen Lichtung und Peter ließ sie los. Im gleichen Augenblick hörte er wieder dieses Schwirren in der Luft und er erkannte schon von weitem seine Fee, welche ihm, wie sie sagte, immer zur Seite stehen wollte. Sie sprach zu Peter:" Ich wollte Dir gern helfen, doch ich war zu weit von Dir entfernt."

Peter war froh, in Sicherheit zu sein und antwortete nur: Danke, liebe Fee. Die andere hat das schon gemacht und zum Glück ist ja nun auch nichts passiert. Da drehte sich die Fee traurig um und flog davon. Sie hätte ihn gern weiter beschützt, denn schließlich hatte sie den Jungen schon richtig lieb gewonnen. Nun ja, wenn er die andere halt bevorzugte, war für sie kein Platz mehr in seinem Leben.

Peter schaute ihr nach und ihm war schon nicht so wohl bei der Sache. Doch er dachte nur bei sich, dass es doch bestimmt egal wäre, wer ihm nun letztendlich helfen würde. Die neue sagte keinen Ton, dachte Peter. Doch als er sich umdrehte, war auch sie verschwunden. Ups, was sollte er nun machen? Na ja, er wollte jetzt einfach mal die Umgebung weiter erkunden. Schade natürlich, das nun keine mehr von beiden da war. Er wollte doch eigentich so schrecklich gern nach Hause. Seine Mutter würde ihn sicherlich schon längst vermissen und sich große Sorgen machen. So stiefelte er langsam los, bis er plötzlich vor sich ein riesengroßes Haus sah. Komisch, das stand doch vorhin noch nicht da, oder doch?

Peter merkte, dass er einen Riesenhunger hatte. Doch als er näher kam, erkannte er, dass dieses Haus von außen mit hunderten, ach was, bestimmt mit tausenden von Schlangen umgeben war. Sie streckten ihm alle ihre Köpfe entgegen, so dass keine Möglichkeit bestand, in das Haus zu gelangen. Igitt, dachte Peter. Wenn mich nun eine von denen beißt, ist doch das bestimmt giftig. Also umrundete er das Haus aus sicherer Entfernung, doch überall waren diese Viecher und glitten an den Hauswänden hoch und runter. Da entdeckte er eine Seitenwand, wo sich keine der Biester aufhielt. Er öffnete die Tür und ging langsam ins Haus. Und stand plötzlich in einem Verließ, umgeben mit Gittern. Schnell wollte er wieder nach draußen gehen, doch die Tür war verschwunden.

Ach herjeh, Peter schlittert aber auch von einem Abenteuer in das andere. Wird ihm die neue Fee denn auch helfen und immer zur Seite stehen? Das erfahrt ihr beim nächsten Mal. Es grüßt Euch Eure Conny - 10.06.2009


        Schlange windet sich über eine Stange
 

Peters Abenteuer (9)

Peter war es richtig mulmig zumute. Das Verlies war kalt und nass. Zudem war es auch fast dunkel draußen, sodass kaum noch Helligkeit durch das kleine, enge Gitterfenster gelangen konnte. Hungrig und frierend setzte sich Peter auf die kahle Liege an der Wand und es dauerte nicht lang und er war eingeschlafen. Er träumte von zu Hause, von seinem kuscheligen Bett und der Mutter, die ihn tröstend in die Arme nahm.

Als er am nächsten Morgen erwachte, traute er seinen Augen nicht, denn am Fußende saß seine Fee, die genau am Tage zuvor traurig davon geflogen war. Sie lächelte ihn an und sagte: "Hallo Peter, dir geht es bestimmt nicht so gut und Hunger wirst du auch haben. Nenne mir deinen Wunsch und ich werde ihn dir erfüllen." Peter rieb sich die Augen, denn er dachte, er habe einen Traum. Doch als er nochmal richtig hinschaute, saß sie dort immer noch. "Ach Fee, ich möchte so gerne nach Hause. Mir ist die Abenteuerlust gründlich vergangen. Schön, dass du da bist. Wo ist denn deine Kollegin?" Da antwortete die Fee: "Tut mir Leid, doch leider ist kein Verlass auf sie. Sie ist zwar manchmal auf Zack und hilft, doch im Grunde ihres Herzens ist leider auf sie kein Verlass, weil sie im entscheidenen Augenblick dann doch nicht zur Stelle ist. Und ich dachte mir, dass du meine Hilfe brauchst. Also habe ich dich gesucht und zum Glück ja auch gefunden."

Plötzlich ging ein Tosen durch das Verlies. Es stank fürchterlich und plötzlich tauchte aus dem Nichts ein dermaßen häßliches Wesen auf, das die beiden mit tiefer Stimme anfauchte: "Was plänkelt ihr hier so rum? Du Fee, mach dich aus dem Staub, ich brauche den Peter in der Hölle zur Erlösung für unseren Meister." Die Fee reagierte sekundenschnell, schnappte Peter bei den Händen und schwebte mit ihm durch die Wand hinaus in die Lüfte. Das Untier konnte so schnell, behäbig wie es war, nicht reagieren und giftete den beiden hinterher. Peter begriff das ganze noch nicht ganz, denn wer geht denn schon durch Wände?

Die Fee brachte ihn nach Hause, heim zu seiner Mutter. Doch diese war noch nicht zu Hause und es war klar, dass das, was Peter erlebt hatte, nur ein paar Minuten oder höchstens eine Stunde gedauert haben konnte.

Wird die Mutter bald zurück sein? Und, wird sie merken, dass Peter zwischendurch nicht zu Hause war? Oder...war alles doch nur ein Traum?

Fliegende Fee in blauer Bekleidung

Beim nächsten Mal mehr.                                 
Und viele Grüße von Conny - 18.07.2009      

 



Peters Abenteuer (10)

Tja, Peter lag nun in seinem weichen Bett und je länger er über seine Abenteuer nachdachte, desto mehr kam ihm alles wie ein Traum vor. Zwar war dieser Traum dermaßen intensiv, dass man es kaum glauben konnte. Doch anders konnte Peter sich das ganze nicht vorstellen. Da hörte er auch schon, wie sich im Flur die Tür öffnete und seine Mutter schnurstracks seine Zimmertür öffnete und ihn anstrahlte. "Na Peter, hast du schon geschlafen? Du schaust so verdattert, hattest du einen Traum?" Peter war sich ja selber noch nicht ganz klar darüber und nickte nur. Da setzte sich die Mutter auf die Bettkante und sagte auffordernd zu ihm: "Na, wenn du möchtest, erzähle mir doch mal von deinem Traum".

Und Peter fing an zu erzählen, wie er mit seinem in eine Fledermaus verwandelten Vampir hinausgeflogen war, in einem Schloss war und dort in der Bibliothek durch ein Buch in der Märchenwelt gelandet war. Wie ihn dann schließlich ein riesengroßer Drache am Kragen packte....und schwupps, war Peter eingeschlafen. Die Mutter lächtelte und dachte im stillen, dass Peter eine wirklich sehr lebhafte Fantasie hatte. Spielzeug, das spricht und Fledermäuse, die Kinder in ein Märchenland bringen, gab es doch schließlich nicht. Sie deckte Peter noch sanft zu und schloss dann behutsam die Zimmertür.

Peter's Mutter machte es sich vor dem Fernseher richtig gemütlich. Eine dampfende Tasse Tee rundete das ganze ab und nun schaute sie, was die Programme so zu bieten hatten. Ein Liebesfilm hatte es ihr angetan und so verfolgte sie gespannt die Szenen auf dem Bildschirm. Doch so spannend schien das ganze doch nicht zu sein, denn nach einer knappen halben Stunde war Peter's Mutter in ihrem Fernsehsessel, der doch so gemütlich war, eingeschlafen. Und träumte. Und was glaubt ihr, was sie träumte? Sie flog mit Peter auf einer Fledermaus weit über die Stadt hinaus in ein unbekanntes Land.

Doch...mehr wird heute noch nicht verraten.
Bis zum nächsten Mal. Eure Conny - 20.10.2009

Geisterhaus, Blitze 

Peters Abenteuer (11)

Peters Mutter wusste gar nicht, wir ihr geschah. Es war so windig hier oben. Sie klammerte sich an diesem komischen "Etwas", was Peter Fledermaus nannte, ganz fest und hielt gleichzeitig ihren Sohn Peter im Arm. Sie stellte für sich fest, dass sie die Nähe ihres Sohnes seit langer Zeit mal wieder richtig genießen konnte. Ja, sie gestand sich ein, dass sie wegen des alltäglichen Stresses durch Arbeit, Einkaufen und Haushalt ein wenig vernachlässigt hatte. Lange hatte sie nicht mehr an seinem Bett gesessen und ihm einfach mal zugehört. Klar, sie hatte Geschichten erzählt, bis er eingeschlafen war. Doch das war nicht das gleiche.

Nun flogen sie gemeinsam über ihre Stadt. Doch was war das dort hinten? Ein riesiges Schloss und sie flogen direkt darauf zu. Die Fledermaus landete sanft und die beiden konnten absteigen. "Sag mal Peter, ist dies das Schloss, wovon du mir erzählt hast? Mit der großen Bibliothek, wo es die vielen und vor allem großen Bücher gibt?" Peter nickte nur, denn er kannte den Weg ja schon. Wieder ging die Tür auf, wieder landeten sie zuerst im Speisesaal, wo Peter zu Abendbrot gegessen hatte.

Doch etwas war heute anders. Heute war niemand da, der sie in den Speisesaal führte. Schloss Königshausen war wie ausgestorben. Peter hatte doch erzählt, dass im Speisesaal der Tisch festlich und reichlich gedeckt war. Doch hier herrschte nur überall das Chaos. Spinnweben, Speisereste auf den Tischen und Ratten, die sich darüber hermachten. Pfui, das war nicht schön. Peter und seine Mutter gingen aus dem Speisesaal heraus hinüber in die Bibliothek. Doch auch hier herrschte ein ganz anderes Bild. Staub überzog alle Bücher, Spinnweben zogen sich längs und quer durch den Raum. Es war fast kein Durchkommen.

Peter ging zum Regal und entnahm ihm ein dickes Buch, von dem er annahm, dass es sich um jenes handelte, durch das er in die Märchenwelt gelangt war. Und er hatte tatsächlich das richtige gefunden. Kaum aufgeschlagen und mit dem Fuß hinein getreten, während er natürlich die Hand seiner Mutter hielt, gelangten sie in diese fantastischen Welt. Peters Mutter staunte nicht schlecht, als sie das Haus der Hexe aus dem Märchen "Hänsel und Gretel" sah. Doch Peter schleifte sie gleich weiter. "Bloß weg hier, Mama, du kennst doch die Geschichte und ich will wirklich nicht gebraten werden. Auch Rotkäppchen begegnete ihnen wieder, doch nach einem kurzen Gruß zog Peter seine Mutter weiter hin zu der Burg, wo der große Marktplatz war. Sie gingen über die Brücke durch das Burgtor, doch es gab keinen Markt, keine Stände. Peter hatte geglaubt, dass sich hier alles wiederholte, alles gleich wäre, wie beim letzten Mal. Doch stattdessen standen sie mitten in einer Arena, wo gerade ein ritterlicher Kampf stattfand. Und ein Ritter ritt eben mit gehobener Lanze genau auf sie zu. Da.....

Mehr hierzu erfahrt ihr beim nächsten Mal. Kennt ihr ja, stimmt's?
Liebe Grüße von Conny - 09.02.2010

Ritter, schlagend

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